Turbo - Kessy

Giftige Lebensmittel für Hunde

Mancher Hundehalter kann dem Dackelblick nicht widerstehen und teilt sein Essen mit dem Hund. Doch diese Liebe schlägt dem Vierbeiner auf den Magen oder bringt ihn schlimmstenfalls sogar um.

Nur Hundefutter erlaubt
Avocado mit Shrimps zum Brunch, ein Zwiebelsüppchen nach dem Winterspaziergang und Unmengen von Schokolade. Ab und zu lässt es sich der Mensch so richtig gut gehen. Und der Hund soll auch nicht leben wie ein Hund, oder? Wenn Sie Ihren Hund lieben, dann lieber doch nur Hundefutter.

Das gehört nicht in den Hundemagen:
Denn menschliche Nahrung ist grundsätzlich nichts für den Vierbeiner. Mag die knusprige Weihnachtsgans noch so verführerisch duften, sie ist zu fett und zu salzig für einen Hund. Wer dem hungrig blickenden Vierbeiner nicht widerstehen kann, wird seine Nachgiebigkeit bald bereuen: Der Hundedarm bedankt sich für zu fette Leckerbissen mit Durchfall. 

 

Brennnessel
Sie enthält Nesselgift und darf daher nicht in zu großen Mengen (also nicht zwei Brennnesselmahlzeiten hintereinander) gefüttert werden. Sie enthält außerdem Histamin und kann daher Allergien auslösen. Brennnessel darf nicht bei eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit gefüttert werden.

 
Avocados 
Das enthaltene Toxin (Persin) ist ausschließlich für Haustiere gefährlich und befindet sich in allen Anteilen der Pflanze. Es führt zu schweren Schädigungen des Herzmuskels und damit zu Atemnot, Husten, Ödeme und Bauchwassersucht. Eine Vergiftung endet i.d.R. tödlich, da eine spezifische Therapie nicht existiert. Wenn auch nicht alle Sorten giftig sind, sollte man doch vorsichtshalber keine der Sorten füttern. 

 
Bohnen 
Sie enthalten im rohen Zustand Blausäure und sollten daher nicht auf dem Speiseplan für Rohfutter stehen. Die Blausäure geht beim Kochen innerhalb von fünf Minuten ins Kochwasser über bzw. kocht sich nach längerer Zeit raus. 

 
Bohnenkeime (Sojabohnen)
Bohnenkeime (auch Sojabohnen) enthalten ein Enzym, dass die Eiweissaufnahme behindert und sollten daher nicht auf dem Speiseplan für Rohfutter stehen. Die Keime müssen kurze blanchiert werden, um die Enzyme abzutöten.

 
Früchte
Die Probleme liegen v. a. in den Kernen oder Steinen von Früchten, die gewisse Mengen an Blausäure enthalten. Wird die Blausäure im Organismus des Hundes freigesetzt, dann wird die Zellatmung blockiert und der Organismus geschädigt. Symptome wie Reizungen der Schleimhäute im Atem- und Verdauungstrakt und Atemnot sind typisch. Schließlich kann eine solche Vergiftung zum Tod führen.

 
Kaffee oder Cola (stark koffeinhaltige Getränke) 
Sie können für Hunde giftig sein. Unter anderem deshalb, weil bei ihrem Abbau im Körper Theobromin gebildet wird. Die Vergiftungssymptome nach Koffeingenuss sind bei Hunden dieselben wie bei Schokolade. Im Vergiftungsfall muss der Hund sofort zu einem Tierarzt.

 
Knoblauch
Knoblauch ist für Hunde giftig bis stark giftig, weil diese Pflanze N-Propyldisulfid enthält. Schon 5 - 10g pro Kg Körpergewicht führen beim Hund zur Hämolyse (=Zerstörung der roten Blutkörperchen) In den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) führt N-Propyldisulfid zur Bildung von sogenannten Heinz-Körpern, die zum Aufplatzen der Blutzellen führen. Bei einer Aufnahme größerer Mengen, aber auch bei einer regelmäßigen Fütterung kleiner Mengen führt dieser Inhaltsstoff zu lebensbedrohlicher Anämie (Blutarmut).

 
Kräuter (Gewürze)
Sie enthalten Ätherische Öle, Gerbstoffe, Säuren usw. die in grösseren Mengen giftig sind. Also nicht immer die gleichen Kräuter geben und in geringen Mengen. 

 
Lauch
Lauch ist für Hunde giftig bis stark giftig, weil diese Pflanze N-Propyldisulfid enthält. Schon 5 - 10g pro Kg Körpergewicht führen beim Hund zur Hämolyse (=Zerstörung der roten Blutkörperchen) In den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) führt N-Propyldisulfid zur Bildung von sogenannten Heinz-Körpern, die zum Aufplatzen der Blutzellen führen. Bei einer Aufnahme größerer Mengen, aber auch bei einer regelmäßigen Fütterung kleiner Mengen führt dieser Inhaltsstoff zu lebensbedrohlicher Anämie (Blutarmut).

 
Milch
Milch gilt zwar als gute Kalziumquelle, doch wegen des hohen Gehaltes an Milchzucker ist Milch nicht gut verträglich. Milchzucker wird im Dünndarm von ausgewachsenen Hunden nicht vollständig zerlegt, sodass es nach übermässiger Aufnahme zu Fehlgärungen im Dickdarm kommen kann, begleitet von Durchfall oder weichem Kot. Milchprodukte, die gegoren sind, also Quark, Joghurt und Käse stellen kein Problem dar und sind unter Umständen eine geeignete Eiweissquelle. 

 
Nikotin
Schon 5-25 g getrocknete Tabakblätter (ein Zigarettenstummel oder ein bisschen Kautabak) sind für Hund und Katze eine toxische Dosis. Frisst ein Hund Zigarren, Zigaretten, Kautabak, Tabak oder trinkt er aus einer Pfütze, in der ein paar Zigarettenkippen schwimmen, kann er sich vergiften und sterben. Die Symptome sind: Speicheln, Pupillenerweiterung, Untertemperatur, Muskelzittern, Krämpfe und Kreislaufkollaps. 

 
Nüsse
Nüsse sind für Hunde von Nachteil, da sie einen hohen Phosphorgehalt haben und deswegen leicht zu Blasensteinen oder Störungen des Knochenstoffwechsels führen können. In größeren Mengen aufgenommene Macadamia-Nüsse (hoher Phosphor- und Fettgehalt) oder Walnüsse sind giftig und können Lähmungserscheinungen hervorrufen und im schlimmsten Fall zum Tod führen.

 
Rosinen, Weintrauben
Das Fressen von Rosinen oder Weintrauben führt zu Magenkrämpfen, Durchfall und Erbrechen, bis hin zu Nierenversagen. Neben dramatisch erhöhten Nierenwerten kommt es auch zu einem erhöhten Kalziumgehalt im Blut, die tödliche Dosis wird auf etwa 11,6 g Trauben pro kg Körpergewicht geschätzt.

 
Salz 
ist in geringen Mengen lebenswichtig, im Übermaß aber schädlich. Man muss hier vor allem bei Hunden mit Herzerkrankungen aufpassen. Es führt zu einer erhöhten Flüssigkeitsansammlung im Körper, da durch die verminderte Herzleistung die Flüssigkeit nicht ausgeschieden werden kann. Bei gesunden Tieren muss immer genügend Wasser zur Verfügung stehen, damit diese die übermässigen Mengen an Salz wieder ausscheiden können.

 
Schokolade
Einerseits ist Schokolade sehr ungesund für die Zähne der Hunde (Kariesbildung) und andererseits enthält Schokolade „Theobromin“, einen Wirkstoff, der für den Menschen mehr oder weniger ungefährlich ist, für Hunde aber unter Umständen tödlich. Theobromin stimuliert den Kreislauf und das Nervensystem. Es kommt in grossen Mengen v. a. in Zartbitter- und Bitterschokolade sowie Kochschokolade vor. Bei der Gabe von 0,7 g dieser Schokolade/kg Körpergewicht (also gerade mal 14 g bei einem 20-kg-Hund) können bereits hohe Mengen von Theobromin im Blut wiedergefunden werden, und schon 20 g Kochschokolade je kg Körpergewicht können tödlich wirken! Für einen 10-kg-Hund wären also bereits 200 g (= eine Tafel) Kochschokolade giftig. Vorsicht ist auch geboten, wenn man dem Hund immer wieder kleine Mengen von Schokolade verfüttert. Hunde scheiden das Theobromin nur sehr langsam aus, d. h. bei wiederholter Fütterung von Schokolade kommt es zu einer Anreicherung von Theobromin im Blut was wiederum zu Vergiftungserscheinungen führen kann. 

 
rohes Schweinefleisch
Es kann das für den Menschen ungefährlichen Aujeszky-Virus enthalten, das für Hunde tödlich ist. 

 
Tomate
Nachtschattengewächse enthalten im unreifen und keimenden Zustand hohe Mengen an Solanin und sind daher giftig. Im reifen Zustand ist der Solaninanteil minimal. Solanin wird durch Kochen zerstört. Also nur geringe Mengen davon füttern. 

 
Zwiebeln
Sie sind in jeglicher Form (roh, getrocknet, gekocht) für den Hund giftig, weil diese Pflanze N-Propyldisulfid enthält. Schon 5 - 10g pro Kg Körpergewicht führen beim Hund zur Hämolyse (=Zerstörung der roten Blutkörperchen) In den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) führt N-Propyldisulfid zur Bildung von sogenannten Heinz-Körpern, die zum Aufplatzen der Blutzellen führen. Bei einer Aufnahme größerer Mengen, aber auch bei einer regelmäßigen Fütterung kleiner Mengen führt dieser Inhaltsstoff zu lebensbedrohlicher Anämie (Blutarmut).

   
Lieber Hundesnacks statt Schokolade
Gefahrlos verwöhnen kann man seinen Hund mit speziellen Snacks und mit viel Zeit zum Spielen. Denn Zuwendung ist für die meisten Vierbeiner das schönste Geschenk.